Seit 1983 hat das Museum seine Türen für die Allgemeinheit geöffnet, für Menschen aus allen Teilen der Welt, für Schulen, für Freunde und Liebhaber von Nikos Kazantzakis. Die unvergessliche Titika Saklampani, Bewunderin und Verwandte von Kazantzakis zudem noch Leiterin des Museums führte unermüdlich jahrelang Besucher durch, und äußerte sich immer zu „Niko" mit der Zuwendung welche man einem „vertrauten Menschen" gegenüber bringt. Das Museum schafft eine zentrale Bindung mit dem Dorf Myrtia, in Folge dessen wetteifern alle Hausfrauen um die Sauberkeit und Ordnung ihrer Vorhöfe, nebenbei schmücken sie ihre Dorfgassen mit einer Vielzahl von Blumen für die Besucher. Von Anfang an wurde klar, dass die Wirkung, die das Museums auf die Gäste hatte, nur durch die am Leben gebliebene Erinnerung an den Schriftsteller möglich war und dass dieser nach wie vor eine Quelle der Erbauung für die heutige Gesellschaft darstellt.
In den ersten Jahren nach der Inbetriebnahme des Museums, hat dieses einen Dokumentarfilm erstellen lassen, der in fünf verschieden Sprachen erschienen ist, welcher mit seiner rührenden und seiner zusammenfassenden Darstellung dem Besucher der dauerhaften Ausstellung das Porträt von Nikos Kazantzakis in scharfen Linien zeichnete. Die ersten Herausgaben der Einrichtung sind mit hochwertigen Informationsunterlagen ausgegeben worden, welche die Werke sowie das Leben des Schriftstellers zusätzlich beschreiben.
Seit dem Jahr 2002 weht ein neuer Wind in der Lenkung und Organisation des Museums. Bereits ab dem Jahre 1998, startete von der Gemeinde „Nikos Kazantzakis", der Universität von Kreta und der Vereinigung der Geisteswissenschaftler Kretas eine Unternehmung, welche die Literatur der Insel betrifft und unmittelbar mit dem Museum von Nikos Kazantzakis verbunden ist. Hierbei handelt es sich um das Zentrum für kretische Literatur, das in einem separaten Gebäude an dem zentralen Dorfplatz von Mirtia untergebracht ist. Im Jahre 2002 sind die Bauarbeiten an dem zweistöckigen Verwaltungsgebäude in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für kretische Literatur und der Gemeinde „Nikos Kazantzakis" finanziert durch die Stiftung von Stavros Niarchos abgeschlossen worden.
Im Jahre 2003 ist das Museum in dem Programm für Unternehmen „Gesellschaft für Informationen", Takt 1.3 „Belegung, Auswertung und Aufzeichnung der griechischen Kultur" mit dem Bestreben nach Einordnung, Digitalisierung, Darlegung und Darbietung des in Bedeutung und Umfang einzigartigen Archivmaterials aufgenommen worden.

