Kazantzakis hat direkt nach dem Werk Schlange und Lilie und bis er nach Paris fuhr eine Reihe literarischer Texte in den Zeitschriften Pinakothek und Panathinaia (Ganz Athen) mit dem Pseudonym Karma Nirvamis veröffentlicht.
Die meisten davon sind Kurzgeschichten und werden als „Prosagedichte" oder als „Prosalieder" charakterisiert; ihre Thematik ist die Liebe, der Tod und die Ästhetik, während das Klima der Leidenschaft und des Ästhetizismus in die Atmosphäre von Schlange und Lilie eingeflochten wird.
Ausnahme ist „Blutige Tagesanbrüche", welches sich an einem Racheakt einiger Kreter nach der letzten Revolution bezieht; Katsimbalis charakterisiert es als die erste „echte Erzählung".
Schließlich „Weihnachtlich" wurde wahrscheinlich in Paris geschrieben und ähnelt eher einem Reiseeindruck; der Schriftsteller formuliert seine Gedanken über den Bankrott der Wissenschaft, ein Thema auf das er mit seinem Essay „Hat die Wissenschaft Bankrott gemacht?" (1909) zurückkommt.
„Was sagen mir die Mohnblumen?", Pinakothek 6 (August 1906) 96-98
„Eine Liebe", Pinakothek 6 (Oktober 1906) 133-139
„Requiem", Pinakothek 7 (März 1907) 3-4
[„Der unbekannte Kazantzakis" wird von G. K. Katsimbalis nochmals veröffentlicht, Nea Estia, Band 64, Heft 744 (1.7.1958) 1021-1025]
„Braut", Pinakothek 7 (April 1907) 34
„Blutige Tagesanbrüche", Panathinaia 13 (Ganz Athen) (31.3.1907) 366-368
[„Der unbekannte Kazantzakis" wird von G. K. Katsimbalis nochmals veröffentlicht, Nea Estia, Band 64, Heft 746 (1.8.1958) 1142-1144]
„Die Rückkehr des verlorenen Sohnes", Pinakothek 7 (Mai 1907) 55
„Zwei Tränen", Panathinaia 14 (31.5.1907) 111-112
„Nostalgie", Pinakothek 7 (Juni-Juli 1907) 73
„Weihnachtlich", Pinakothek 7 (Januar 1908) 172-173
[„Der unbekannte Kazantzakis" wird von G. K. Katsimbalis nochmals veröffentlicht, Nea Estia, Band 64, Heft 745 (15.7.1958) 1079-1083]








