Orestis Aseriadis, kandidierender Doktorand in Paris, bereitet eine tiefsinnige Dissertation mit dem Titel Neues Testament, mit der er eine neue Religion kündet. Am 25. März (Nationalfeiertag) an Korais Grab, trägt er eine Rede an seine Landsmänner und Studiengenossen vor, und versucht sie zu überreden an der Vorbereitung der großen, geistigen Revolution teilzunehmen. Sie verhöhnen ihn und unterbrechen seine gewichtige Rede.
Zum engen Kreis von Orestis gehören Chrisoula, eine junge, willensschwache Frau, die mit ihm zusammen lebt und Gorgias, ein pedantischer, ahnenverehrender Philologe, fortgeschrittenen Alters, der heimlich in Chrisoula verliebt ist. Da gibt es auch noch Nora, eine für Orestis verhängnisvolle Frau, welche ihn von seiner geistigen Mission losreißt und ihn in die Falle der Liebe lockt, um ihn später zu verlassen.
Orestis gammelt schließlich auf den Strassen von Paris herum, Gorgias verunglückt bei einem Autounfall tödlich und Chrisoula erkrankt und stirbt.
Wird 1908 in Paris geschrieben. Kazantzakis sah es als ein Teil einer Roman-Trilogie vor, welche auch die Romane Das kaiserliche Leben und Gottmensch enthalten sollten. Schließlich hat er die Abfassung nicht fortgesetzt, aber veröffentlichte „Ein Porträt aus dem kaiserlichen Leben" in der Zeitschrift Pinakothek im Dezember 1909.
- Petros Psiloritis [=Ν. Kazantzakis], „Spasmenes Psyches", als Folgen in der Zeischrift O Noumas, Band 7, Heft 355(30.8.1909) bis Band 8, Heft 378 (7.2.1910)








