Kypselos, der geistig verwirrte Sohn des korinthischen Tyrannen Periandros, bringt seinem Bruder Lykophron den Geist von Melissa, ihrer toten Mutter. Lykophron erkennt nichts, aber Periandros begegnet der Toten, spricht mit ihr, und wird von einem Zornesausbruch befallen. Kypselos geht fort und Lykophron teilt seinem Vater mit, dass sie nach Epidaurus fahren, um sich von ihrem todkranken Großvater zu verabschieden. Periandros versucht, ihn daran zu hindern, aber ohne Ergebnis.
In Epidaurus offenbart Proklis, der Vater von Melissa, dem Lykophron, dass Periandros seine Mutter ermordet hat, und gibt ihm das goldene Messer der Mordtat. Als er nach Korinth zurückkehrt prallen Sohn und Vater aufeinander und Lykophron gibt seinem Vater feierlich das Messer. Periandros erkennt, wer das Geheimnis offenbart hat und befielt, Proklis in seinem Palast lebendig zu verbrennen.
Dann ruft er die Adligen und das Volk, und lässt die Ausführung der Wettkämpfe für die Annahme der Dionysischen Anbetung bekannt geben und ernennt Lykophron als zweiten Herrscher; Aber der junge Mann wirft die Krone auf den Boden, zieht die königliche Kleidung aus und provoziert seinen Vater, ihn zu töten. Der Tyrann schickt ihn weg und verbietet sogar seinen Untertanen mit ihm zu sprechen.
Lykophron treibt sich zerlumpt in der Stadt herum und möchte sich nur rächen. Er begegnet Kypselos, der ihm erzählt, dass er von Melissa geträumt hat, die ihn beauftragt hat Periandros zu erzählen, dass sie friert. Lykophron rät ihm das zu tun, aber verkleidet als Geist der Toten. Und so passiert es tatsächlich, aber Periandros bemerkt die Verkleidung und tötet seinen jüngsten Sohn. Nach einer zweiten Auseinandersetzung mit Lykophron wird er fast wahnsinnig und beschließt die adligen Frauen der Stadt am Grab seiner Frau zu opfern.
Während die Frauen klagen und weinen, erscheint Lykophron. Periandros erzählt ihm, dass er Gift genommen hat und bittet ihn um Vergebung, aber der junge Mann ist unnachgiebig und sagt ihm mit aller Härte, dass Melissa ihn ihr ganzes Leben gehasst hat. Völlig außer sich tötet ihn Periandros mit dem goldenen Messer; dann haucht er sein Leben im Palast aus, wo dieser nach seinem letzten Befehl von der Garde in Brand gesetzt wird.
Wurde nach Kazantzakis Rundreise im Peloponnes, 1937 in Ägina geschrieben. 1948 in Paris übersetzt er das Stück in Französisch, und hofft es im französischen Theater zu sehen. Der französische Regisseur Maurice Jacquemont gab Albert Camus den Text, der begeistert war und der wiederum ihn Jean Louis Barrault empfohlen hat, um es aufzuführen; trotz seines Wunsches, hat Barrault es nicht geschafft.
- Ν. Kazantzakis, Melissa. Drama triprakto, Νea Estia, Bd. 25, 289-295 (1.1 - 1.4.1939) S. 4-9, 97-101, 168-172, 232-237, 303-310, 382-388, 448-452 - gewidmet an Alexis Minotis-auch als Sonderdruck.
- N. Kazantzakis, Theatro Α΄. Tragodies me archaia themata. Promitheas, Kouros, Odysseas, Melissa, Redaktion E. H. Kasdaglis, Athen: Difros 1955
- N. Kazantzakis, Theatro Α΄. Tragodies me archaia themata. Promitheas, Kouros, Odysseas, Melissa, Athen: Hrsg. Eleni Kazantzaki 1964-wo auch neuere Auflagen; die Auflage von 1998, Redaktion Patroklos Stavrou, ist ein Nachdruck von der Auflage von 1955
Auländische Herausgaben-Übersetzungen
- Nikos Kazantzaki, Tragédies grecques. Melissa, Thésée, Übersetzung ins Französische von Charles Guillemenau, Μonaco: Hrsg. du Rocher 1953 (es handelt sich um Kazantzakis Übersetzungen, beglaubigt von Guillemenau).
- Nikos Kazantzakis, Melisa. Tragedia grieca, Übersetzung ins Spanische von Roberto Guibourg, Buenos Aires: Hrsg. Carlo Lohlé/Losange 1957
- Nikos Kazantzakis, Three Plays. Christopher Columbus, Melissa, Kouros, Übersetzung ins Englische von Athena Giannakas-Dallas, New York, Simon and Schuster 1969
- Nikos Kazantzaki, Théâtre. Melissa, Kouros, Christoph Colomb, Übersetzung ins Französische von Liliane Princet und Nikos Athanassiou, Paris: Hrsg. Plon 1974
Aufführungen und Bearbeitungen
- Schauspielertruppe von Antoine Bourseiller, beim Wettbewergb der neuen Truppen (Concours des Jeunes Compagnies) in Frankreich, 1960. Regie Antoine Bourseiller. Die Truppe bekam den ersten Preis und trat im Festival in Liège, Bourges, Biarritz und Toulouse auf. Darsteller: Roger Marion, Alain Weiler, Guy Kerner, Anne Leanor, Georges Aubert
- Königliches Theater, Festival in Athen, 1962. Regie Alexis Solomos, Musik Argyris Kounadis, Kostüme Georgios Vakalos. Darsteller: Thanos Kotsopoulos, Nikos Kazis, Petros Physsoun, Eleni Hatziargyri, Lykourgos Kallergis. Dieselbe Aufführung wurde 1964 vorgeführt.
- Schauspielertruppe Neon Kreta, 1982-1983. Regie Mary Vostanzi. Darsteller: Nikos Tyritidis, Niky Vardaki, Andonis Basilokonstandakis, Giannis Bras, Onisimos Saridakis. Wurde im Festival in Ithaki vorgeführt. Tournee nach Kreta.
- Städtisches Theater in Bukarest, 1992. Übersetzung ins Rumänische von Alexandra Modrea-Denciu und Marius Dimitru Sopterean.
- Melissa, Rundfunkübertragung aus der Nationalen Rundfunksanstalt, 1957
- Melissa, Rundfunkübertragung aus dem Radio Suisse Romande 2 in Genf, 1981. Regie René Habib. Darsteller: Gerard Carrat, Oers Kisfaludi, Christiane Vincent
- Melissa, französische Produktion, TV Romande, Lausanne 1977. Bearbeitung Liliane Princet und Nikos Athanassiou, Regie von Roger Burckhart. Darsteller: Georges Wod, François Berthet, Laurence Calame, Michel Vitold, Bernard Gruninger.
- Periandros, Oper. Komposition Theodoros Andoniou, Libretto G. Hristodoulaki, 1983 (das Libretto basiert teilweise auf Melissa)








