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Nikephoros Phokas

Die Handlung

In Konstantinopel im Jahr 969 war Kaiser Nikephoros Phokas eine verhasste Persönlichkeit. Das Volk hatte sich aufgrund der hohen Steuern und den langjährigen Kriegen gegen ihn gewendet, während die Prinzessin Theophanou sich gegen ihn verschwört, um ihn vom Thron zu stürzen und bereit ist ihre Gunst dem Gefangenen Ioannis Tsimiskis zu schenken. Nikephoros Phokas, der seine Sünden bereut hat, hat sich zu einem weltlichen Asketen verwandelt, und vermeidet alle Leidenschaften des Körpers. In einem Moment des Edelmutes vergibt er den Bürgermeistern, die das Volk gegen ihn angestiftet haben und lässt Tsimiskis frei; als er ihn aber im Palast sieht, wird er wieder gewalttätig und hochmütig.

Theophano versucht den Kaiser zu verführen. Er gibt nach, und beschließt mit ihr eine Liebesnacht zu verbringen und am nächsten Tag ins Kloster zu gehen; aber im kritischen Moment erscheint sein Geistlicher, der Mönch Athanasios; er regt ihn an, sich dem prophetischen Leben zu widmen und warnt ihn, falls er bei einer erotischen Herausforderung nachgäbe, erwarte ihn der Tod, aber der Kaiser tritt ihm prahlerisch gegenüber.

Später auf dem Platz vor der Kathedrale der Ag. Sophia spricht er zu Christus. Jesus erscheint anfangs schwach und passiv, aber die unhöflichen Provokationen von Nikephoros tragen dazu bei, dass er heftig reagiert.

Hinter dem Palast bereitet sich Theophano für ihre Liebesnacht vor und bittet den Obereunuchen Michail, ihr die Geschichte von Judith vorzulesen. Während der Kaiser in ihre Gemächer kommt, hört er die Geschichte und begreift, was passieren wird. Er lässt bekannt geben, dass er vor hat, ins Kloster zu gehen und im Anschluss daran ruft er die Adligen und gesteht, dass er den Kaiser Romano ermordet hat.

Ein anonymer Brief enthüllt ihm die Verschwörung, aber nach einem kurzen Zornesausbruch scheint es, dass er sein Schicksal akzeptiert. Er wendet sich provokativ an eine Ikone Christus und dann fällt er in Theophanos Arme, um später von der Prinzessin, Vourtsis und Tsimiskis ermordet, aufgefunden zu werden.

 

Informationen über das Werk

Das Verfassen begann Ende 1915 mit dem ursprünglichen Titel Theophano, aber 1927 wurde es mit dem Titel Nikephoros Phokas herausgegeben; eins seiner Abschnitte (der 2. Teil und das Intermezzo) wurde in der Zeitschrift Neoellinka Grammata (Heraklion) im Februar 1927 veröffentlicht. 1932, während Kazantzakis sich in Japan befindet, übersetzt er das Stück in Französisch und bearbeitet es für das Ensemble der Pitoëff. Später bearbeitet er es neu und ändert seinen Aufbau und die Handlung.

 

Herausgaben

  • N. Kazantzakis, Nikiforos Phokas, Athen: Hrsg. Stohastis 1927-wurde an Mudita (Elli Lambridi) gewidmet
  • N. Kazantzakis, Nikiforos Phokas, Athen: Hrsg. Pyrsos 1939 (neubearbeitete Form)
  • N. Kazantzakis, Theatro B´. Tragodies me byzandina themata. Christos, Ioulianos o Paravatis, Nikiforos Phokas, Konstantinos Palaiologos, Redaktion E. H. Kasdagli, Athen: Difros 1956
  • N. Kazantzakis, Theatro B´. Tragodies me byzandina themata. Christos, Ioulianos o Paravatis, Nikiforos Phokas, Konstantinos Palaiologos, Athen: Hrsg. Eleni Kazantzaki 1964-wo auch neuere Auflagen: die Auflage von 1998, Redaktion Patroklos Stavrou, ist ein Nachdruck von der Auflage von 1956
  • Apo to piitiko ergo tou N. Kazantzaki, Vorwort Manolis Karrelis, Einleitung-Literarische Sammlung Stylianos Alexiou, Illustration N. Hatzikyriakos-Gikas, Heraklion Kreta: Stadtgemeinde Heraklion 1977-gesammelte Abschnitte

 

Ausländische Herausgaben -Übersetzungen

  • Nikos Kazantzakis, Teatro. I. Odiseo, Juliano, Niceforo, Kapodistria, Übersetzung ins Spanische - Einleitung-Notizen M. Castillo Didier, Vorwort von Fotios Malleros K., Santiago (Chile): Universidad de Chile, Facultad de Filosofía y Letras, Centro de Estudios Bizantinos y Neohelénicos 1978

 

Aufführungen

  • ΔΗ.ΠΕ.ΘΕ. (Städtisches Berzirkstheater) von Chania, Chania und Kreta-Tournee, 1984. Regie Pavlos Paganopoulos. Darsteller: D: Aronis, G. Geralis, M. Tzobanaki, B. Georgiadou.

 

Radio

  • Präsentation aus dem Theater Kyriakis (aufgenommen im Museum N. Kazantzakis)
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