In seinem Werk Rechenschaft vor El Greco schreibt Kazantzakis unter anderem: „Das Geschlecht meines Vaters stammt aus einem Dorf, zwei Stunden von dem Großen Catell entfernt, das man „Barbaren" nennt. „
„Er selbst hat in seinen jungen Jahren bei Barbaren gelebt, dort wo er als Kind mit anderen Kindern Fangen spielte, so wie es sich die Älteren des Dorfes noch vor kurzem ins Gedächtnis zurückführten" (schreibt Anemogiannis 1983).
Der Name der Gemeinde, in der sich das Museum befindet, bewahrt auch seine geschichtliche Realität. Nach der historischen Forschung hat hier Nikephoros Phokas, nach der Befreiung Kretas und nach 138 Jahre arabischer Besatzung, einen Teil seiner Soldaten zurückgelassen, die so genannten Varagous -Söldner (Varvarous = keine Griechen), deren er Land zum Anbauen gab, im Rahmen des politischen Besiedlungsprogramms, welche das Byzantinische Reich nach 961 n.Ch. betrieb.
Laut historischer Quellen wird das Dorf seit 1206 als Wohnort des byzantinischen Adligen Stefanos Agiostefanitis erwähnt. Selbst Nikos Kazantzakis schreibt seine Version über die Gründung der Varvaren: „Als der Kaiser des Byzanz, Nikephoros Phokas, Kreta im 10 Jh. zurückgewann, isolierte er alle Araber die das Blutbad überlebten in speziellen Dörfern, die so genannten Varvaroi." Seitdem wird die Wohnsiedlung oft in venezianischen und türkischen Bestandsaufnahmen mit den gleichen Namen erwähnt. Der Name des Dorfes „Vanavsa" war 1955 verschollen, als es im Rahmen der „Hellenisierung" der Ortsnamen des Landes in „Myrtia" umgewandelt wurde.
